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Wie wird Tuberkulose an den Fachkliniken Wangen behandelt?

Früher war die Tuberkulose eine häufige und vor allem tödliche Seuche. Unzählige Opfer raffte die sogenannte Schwindsucht dahin, bis der Bakteriologe Robert Koch 1882 durch seine Forschungen die Wirkweise der Erreger entschlüsseln konnte. Heute spielt die Krankheit hierzulande fast nur noch in Erzählungen der Großeltern eine Rolle – oder in Spezialkliniken. Denn Tbc ist noch lange nicht ausgerottet: 2011 fielen der bakteriellen Infektionskrankheit weltweit 1,4 Millionen Menschen zum Opfer. In Deutschland starben nach den neuesten Erhebungen von 2012 insgesamt 146 Menschen an Tuberkulose. Ein Zentrum in Süddeutschland für die Behandlung dieser Patienten ist an den Wangener Fachkliniken angesiedelt.
Da Tbc in Deutschland heute relativ selten auftritt, ist selbst Hausärzten dieses Krankheitsbild kaum noch bekannt, und entsprechend lange dauert dann oft die Diagnose. Das verschlimmert die Folgen. Außerdem können bei der unbehandelten, offenen Tbc andere angesteckt werden, wie Rupert Schlags, promovierter Kinderfacharzt und Pneumologe von den Fachkliniken Wangen erklärt. Denn der Erreger wird bei einem Befall der Lunge durch Tröpfchen übertragen, die vom Infizierten beim Husten ausgestoßen werden. Diese Krankheitskeime können bis zu sechs Stunden in einem Raum aktiv bleiben.   
  
 
Langwierige Behandlung   
  
Im Moment werden an den Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen eine Familie mit drei Kindern und eine Mutter mit einem Kind betreut. Solange die Patienten noch andere anstecken können, bleiben sie in einem abgeschlossenen Bereich der Klinik, wo sie aber auch einen Zugang zum separaten Garten mit Spielplatz haben.   
  
Wie lange der Aufenthalt im Isoliertrakt dauert, ist sehr unterschiedlich. Er kann bereits nach vier Wochen beendet sein, manchmal zieht er sich auch über Monate hin. Behandelt wird aber in jedem Fall – obwohl keine Krankheitserreger mehr ausgeschieden werden – mindestens ein halbes Jahr lang. Auch wenn sich die Erkrankten nach einer gewissen Zeit wieder gesund fühlen, ist die Therapie unbedingt bis zum Ende durchzuhalten.   
  
Bei vorzeitigem Abbruch können sich resistente Formen des Mykobakteriums entwickeln – und das ist inzwischen zum großen Problem geworden, wie Schlags berichtet. Auch das Robert-Koch-Institut warnt: „Der Anteil von Erkrankungen durch multiresistente Stämme lag 2012 bei 2,3 Prozent (65 Fälle), und ist damit höher als im Mittel der Jahre von 2007 bis 2011 mit 1,9 Prozent. Bei Multiresistenz sind mindestens die beiden wichtigsten zwei Standardmedikamente, nämlich Isoniazid und Rifampicin, unwirksam.“   
  
Hier finden Sie den vollständigen Artikel aus "Schwäbische Zeitung, Gesundheit" vom 03. April 2014 als PDF zum Download.   
  

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Artikel_SZ_Gesundheit_Tuberkulose, PDF-Version, 500 KB 
  
  
 
Artikel aus: Schwäbische Zeitung, Gesundheit vom 03. April 2014, Autor: Babara Waldvogel.
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